Wussten Sie, dass ...

  ... das GPR Ambulante Pflegeteam jährlich
mehr als 75.000 Pflegebesuche durchführt?

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GPR

Beratung

Pflegebedarfsermittlung

Wenn Sie sich entschieden haben, unseren Service in Anspruch zu nehmen, brauchen Sie uns einfach nur anzurufen, damit wir gemeinsam einen Termin für einen Erstbesuch bei Ihnen zu Hause (oder in den Räumen der Sozialstation oder im Krankenhaus) vereinbaren können. Für die Einschätzung und Festlegung des Pflegebedarfs ist ein umfassendes Pflegewissen.Voraussetzung. In diesem Erstgespräch werden insbesondere folgende Aspekte mit Ihnen besprochen:


• Klärung des vorläufigen Pflegebedarfs
• Leistungen, die aus pflegefachlicher Sicht für eine ausreichende Versorgung erforderlich sind

• Darstellung des realisierbaren Leistungsumfangs
• Voraussichtliche Kosten in einem Kostenvoranschlag (als Teil des Pflegevertrags)
• Informationen zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung und Auskunftsrecht gegenüber Angehörigen
• Ihre Fragen und Wünsche an uns
• Beantwortung von Fragen zur Pflegeversicherung und zu behördlichen Angelegenheiten
• Ggf. Vermittlung zur Beratungs- und Koordinierungsstelle
• Ggf. Vermittlung von weiteren unterstützenden Diensten (Essen auf Rädern, Hausnotruf, Besuchsdienste etc.)

 

Leistungskatalog SGB XI Grundpflege

 

• Kleine Morgen/Abendtoilette beinhaltet insbesondere: Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, An- und Auskleiden, Teilwaschung, Mund- und Zahnpflege, Kämmen
• Große Morgen/Abendtoilette beinhaltet insbesondere: Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, An- und Auskleiden, Waschen/Duschen, Rasieren, Mund- und Zahnpflege, Kämmen
• Große Morgen/Abendtoilette mit Vollbad beinhaltet insbesondere: Leistungen der großen Morgen/Abendtoilette, Baden
Vollbad beinhaltet insbesondere: An- und Auskleiden, Baden, Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, ohne Rasieren, Zahnpflege, Kämmen
• Hilfe bei den Ausscheidungen beinhaltet insbesondere: An- und Auskleiden, Hilfe/Unterstützung bei der Blasen- und/oder Darmentleerung (gilt auch für Katheter oder Stoma), Intimpflege
• Lagern/Betten beinhaltet insbesondere: Betten machen/richten, Lagern, Vorbeugende Maßnahmen gegen Wundliegen, gegebenenfalls mit Hautpflege
• Mobilisation beinhaltet insbesondere: Gezielte Bewegungsübungen, Vorbeugung von Gelenkversteifung
• Hilfe bei der Nahrungsaufnahme beinhaltet insbesondere: Mundgerechtes Zubereiten der Nahrung (nicht kochen), Hilfe beim Essen und Trinken und hygienische Maßnahmen, die damit zusammenhängen
• Sondenkost über implantierte Magensonde beinhaltet insbesondere: Aufbereitung und Verabreichung der Sondennahrung

 

Finanzierung/Kosten

Pflegeleistungen werden nach Modulen der Pflegekasse abgerechnet. Besteht eine Einstufung in eine Pflegestufe (Pflegeversicherung SGB XI) ist es möglich, nach Sach- oder Kombinationsleistung abzurechnen. Die Pflegekasse erhält eine Rechnung bis zur Leistungsgrenze der jeweiligen Pflegestufe. Wenn die Leistungsgrenze nicht erreicht wird, erhalten Sie bei Kombinationsleistungen anteilig den Restbetrag ausgezahlt. Wird sie überschritten, erhalten Sie für den Restbetrag eine private Rechnung.

 

Bei Patienten mit geringem Einkommen ist es möglich, finanzielle Hilfen zur Pflege nach dem Sozialhilfegesetz zu erhalten (SGB XII). In diesem Fall stellen wir gerne für Sie Kontakt zur Beratungs- und Koordinierungsstelle her, die dann ihren individuellen Pflegebedarf ermittelt und für das Sozialamt einen Sozialbericht erstellt.

 

Behandlungspflegemaßnahmen (SGB V) können bei vorliegender Verordnung häuslicher Krankenpflege direkt mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Ihnen entstehen lediglich Kosten von 10 € pro Verordnung und einen Eigenanteil von 10 % für maximal 4 Wochen pro Kalenderjahr. Dafür erhalten Sie von ihrer Krankenkasse eine Rechnung.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Leistungen nach Stundensätzen je nach Qualifikation der Mitarbeiter abzurufen.

 

Wenn Sie noch Fragen zur Finanzierung von Pflege haben sollten oder einen individuellen Kostenplan benötigen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Pflegestufen

Leistungen der Pflegeversicherung werden nur auf Antrag gewährt, das gilt auch bei einer angestrebten Einstufung in eine andere Pflegestufe. Antragsberechtigt ist die versicherte Person oder eine andere, von ihr bevollmächtigte Person bzw. der oder die gesetzliche(n) Vertreter oder Betreuer und bei Minderjährigen die Eltern.

 

Pflegegutachten
Die Pflegekasse lässt vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder bei knappschaftlich Versicherten vom Sozialmedizinischen Dienst (SMD) ein Gutachten anfertigen, um die Pflegebedürftigkeit und den Pflegeaufwand dafür im Einzelnen festzustellen. Das geschieht bei einem - zuvor angemeldeten - Hausbesuch eines Gutachters.

 

Die Pflegestufen
Die Entscheidung zur Einstufung trifft die Pflegekasse unter maßgeblicher Berücksichtigung des Pflegegutachtens. Je nach Pflegestufe bestehen für Pflegebedürftige unterschiedliche Leistungsansprüche. Im folgenden wird aufgezeigt, wie viel täglicher Hilfsbedarf zu welcher Pflegestufe führt:

 

Pflegestufe I - erhebliche Pflegebedürftigkeit,
d. h. Hilfebedarf mindestens 90 Minuten pro Tag. Auf die Grundpflege müssen dabei mehr als 45 Minuten täglich entfallen.

 

Pflegestufe II- schwere Pflegebedürftigkeit,
d. h. Hilfebedarf mindestens 180 Minuten pro Tag mit einem Grundpflegebedarf von mindestens 120 Minuten täglich.

Pflegestufe III- schwerste Pflegebedürftigkeit,
d. h. Hilfebedarf mindestens 300 Minuten pro Tag. Der Anteil an der Grundpflege muss dabei mindestens 240 Minuten täglich betragen.

 

Wenn der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe III weit übersteigt, kann ein sogenannter Härtefall vorliegen. Die Pflegekasse kann in diesem Fall im Rahmen der Pflegesachleistung und der vollstationären Pflege weitere Leistungen gewähren.

Haben Sie noch Fragen zur Antragstellung oder den Pflegestufen? Wir oder Ihre Beratungs- und Koordinierungsstelle beantworten Sie gerne.

BeKo/Pflegestützpunkte

Mit den 135 Beratungs- und Koordinierungsstellen in Rheinland-Pfalz wurde mit finanzieller Förderung des Landes bereits im Jahr 1995 ein niedrigschwelliges, flächendeckendes und bundesweit einmaliges Beratung- und Unterstützungsangebot für Rat und Hilfe suchende pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen geschaffen. Die BeKo´s helfenbei Fragen im Bereich der Pflege, bei Krankheit und rund um das Alter. Das Angebot ist für jeden unverbindlich und kostenlos.

Ein besonderer Schwerpunkt der Beratung liegt im rechtlichen und finanziellen Bereich, zum Beispiel im Pflegeversicherungsgesetz sowie im Sozialgesetzbuch II und XII. Hier unterstützen die Mitarbeitenden der BeKo´s unter anderem beim Ausfüllen von Formularen oder beim Formulieren von Widersprüchen.

 

Beratungs- und Koordinierungsstellen besitzen umfangreiche Kenntnisse über die regionalen Angebots- und Nutzerstrukturen und die Bedarfssituation älterer oder pflegebedürftiger Menschen oder ihrer Angehörigen. Darüber hinaus tragen insbesondere die BeKo´s durch die Kontakte und die Zusammenarbeit mit den Diensten und Einrichtungen sowie sonstigen Akteuren in der Pflege, der Gesundheitsförderung, Rehabilitation und Prävention dazu bei, dass regionale Vernetzungsstrukturen entstehen können.

 

Seit 01.01.2009 arbeiten die Beratungs- und Koordinierungsstellen in Zusammenarbeit mit den neu geschaffenen Pflegestützpunkten.


© 2010 GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim gemeinnützige GmbH
Kontakt

 

 

Marlene Straub
Pflegedienstleiterin

 

GPR Ambulantes Pflegeteam
Sozialstation Mainz-Oppenheim

   

Rheinallee 66

55283 Nierstein

 

Telefon:  06133 5790920
Telefax:  06133 5790922

 

E-Mail: sozialstation-mz-opp
@GP-Ruesselsheim.de