Wussten Sie, dass ...

  ... das GPR Ambulante Pflegeteam jährlich
mehr als 75.000 Pflegebesuche durchführt?

Insulin spritzen während eines Hausbesuches

GPR

Pflege

Grundpflege (SGB XI)

Welche Leistungen bietet das Pflegeversicherungsgesetz?

Nach dem Grundsatz „ambulant vor stationär" dienen die Leistungen der Pflegeversicherung vorrangig dazu, die häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft von Familienangehörigen und Nachbarn zu ergänzen und zu unterstützen, damit pflegebedürftige Menschen solange wie möglich zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.


Als Basisversorgung deckt die Pflegeversicherung einen Teil der notwendig gewordenen Hilfe ab. Durch die unterschiedlichen Leistungsarten sollen die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Lebenssituationen des pflegebedürftigen Menschen berücksichtigt werden. Um die Angehörigen zu Hause bei der Pflege zu unterstützen, stehen folgende Sätze in Form der Pflegesachleistung zur Verfügung:

Pflegestufe 1:    450 Euro
Pflegestufe 2: 1.100 Euro
Pflegestufe 3: 1.550 Euro

 

Dieses Budget kann für Leistungen der GPR Evangelischen Sozialstation verwendet werden. Die Pflegekasse gibt Leistungsmodule vor, die die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Hauswirtschaft betreffen. Diese kann die GPR Evangelische Sozialstation bis zur oben genannten Grenze mit der Pflegekasse abrechnen. Darüber hinaus benötigte Leistungen müssen selbst finanziert werden. Gern stellen wir Ihnen unseren Leistungskatalog vor, beraten Sie und erläutern Ihnen die einzelnen Module.

Behandlungspflege (SGB V)

Behandlungspflegemaßnahmen sind ärztliche Tätigkeiten, die an eine Pflegefachkraft delegiert werden können. Dazu gehören z. B. das Verabreichen von Injektionen, Medikamentengabe, An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen (siehe Leistungskatalog). Ein weiteres Ziel der Behandlungspflege ist einen Krankenhausaufenthalt zu verkürzen oder zu vermeiden.

 

Der Arzt stellt eine Verordnung häuslicher Krankenpflege aus, die Art, Umfang und Dauer der Leistung festlegt und die die GPR Evangelische Sozialstation bei der Krankenkasse einreicht. Die Kasse übernimmt die entstehenden Kosten, sofern keine andere im Haushalt lebende Person die verordnete Maßnahme durchführen kann.


Für die ersten 28 Tage eines Kalenderjahres hat der Versicherte 10 % der Kosten als Eigenbeteiligung zu leisten. Im Rest des Jahres werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen, wobei spätestens drei Tage vor Ablauf einer Verordnung eine Folgeverordnung beim Arzt besorgt werden muss. In der Regel stellen die behandelnden Ärzte die Verordnung quartalsweise aus.

Anleitung zur Pflege

Die Zusammenarbeit mit den Bezugspersonen (Angehörige, Lebenspartner, Nachbarn...) ist ein wesentlicher Bestandteil der hauswirtschaftlichen und pflegerischen Versorgung im häuslichen Bereich. Die Mitarbeiter verstehen die Bezugspersonen als Partner in der Versorgung und bringen ihnen für ihre täglichen Einsatz große Wertschätzung entgegen.

 

Die Art und der Umfang der Zusammenarbeit können sehr unterschiedlich gestaltet sein und sind abhängig von den Bedürfnissen der Patienten und den Möglichkeiten ihrer Bezugsperson (-en). Beratung und Anleitung gehören für uns im täglichen Umgang mit den Patienten und seinen Angehörigen selbstverständlich zu einer ganzheitlichen Betreuung dazu.

 

Bei Pflegeeinsätzen nach § 37 Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI) wird von dafür ausgebildeten Pflegefachkräften nicht nur überprüft, ob die pflegerische Versorgung ausreichend ist, sondern auch Informationen über den Einsatz von Hilfsmitteln gegeben und zur fachgerechten Pflege angeleitet. Für pflegende Angehörige und sonstige Interessierte besteht die Möglichkeit, sich umfassende Grundkenntnisse im Rahmen einer Schulung im häuslichen Umfeld zu erwerben.

Pflegeeinsätze nach §37 SGB XI

Pflegebedürftige, die von Angehörigen gepflegt werden und dafür Geldleistung aus der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen, sind verpflichtet regelmäßig einen Beratungsbesuch durch eine Pflegefachkraft eines anerkannten Pflegedienstes oder einer zugelassenen Beratungsstelle abzurufen. Dazu stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Folgende Zeitabstände sind, je nach Pflegestufe, von den Kassen vorgegeben:

Pflegestufe 1: alle 6 Monate
Pflegestufe 2: alle 6 Monate
Pflegestufe 3: alle 3 Monate

 

Dieser Beratungsbesuch dient nicht der Kontrolle, sondern der Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden. Hierzu gehört auch die Beratung über Beschaffung und Einsatz von Pflegehilfsmitteln.

 

Die Angehörigen sollen die Möglichkeit haben, Fragen stellen zu können oder auf zusätzliche Leistungen der Pflegeversicherung (Tagespflege, Verhinderungspflege, etc.) aufmerksam gemacht werden.

 

Verhinderungspflege (§39 SGB XI)

 In § 39 SGB XI sind die Bedingungen für die Inanspruchnahme von Verhinderungspflege geregelt.

„Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr; § 34 Abs. 2 Satz 1 gilt nicht. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Die Aufwendungen der Pflegekassen können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1.510 Euro belaufen."

 

Jeder Pflegebedürftige, der die Leistung der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen möchte, muss vorher mindestens 6 Monate lang von einer Pflegeperson gepflegt werden. Deshalb sollte die Pflegeperson bei der Erstbegutachtung durch den MDK den tatsächlichen Pflegestartzeitpunkt angeben, auch wenn dieser schon Monate zurückliegt. Somit besteht der Anspruch auf die Ersatzpflege schon deutlich eher.

Leistungsbezugsberechtigt sind alle eingestuften Pflegebedürftigen, die von einer privat tätigen Pflegeperson allein oder zusätzlich zur Sach- oder Kombinationsleistung versorgt werden. Die Pflege muss nicht durchgehend von derselben Pflegeperson erbracht werden.

Sprechen Sie uns einfach an, wir kommen zu einem Vorgespräch unverbindlich zu Ihnen nach Hause und finden eine Ihrem Bedarf entsprechende individuelle Lösung. Wir beraten Sie gerne über die entstehenden Kosten und die mögliche Übernahme durch verschiedene Kostenträger.

Schulung im häuslichen Umfeld (§ 45 SGB XI)

Um Sie als pflegende Angehörige zu Hause in Fragen rund um die Pflege zu unterstützen, bieten wir Ihnen Unterstützung durch eine examinierte Pflegefachkraft an. Diese berät Sie zu Hause und weist Sie in die grundlegenden und notwendigen Pflegetechniken ein, die Ihnen die Pflege erleichtern.

 

Diese Schulung im häuslichen Umfeld ist eine Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung und umfasst in der Regel 90 Minuten. Hierzu muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden, wobei wir Sie gerne unterstützen.

 

Die Barmer - Ersatzkasse - Pflegekasse hat für ihre Versicherten die Zusammenarbeit mit Pflegediensten im Rahmen des Programms „Zu Hause Pflegen" festgelegt. In diesem Programm ist sowohl der Umfang der Schulungen, die Inhalte, die Qualifikation der Schulenden als auch und die Vergütung geregelt. Andere Pflegekassen orientieren sich an dieser Vereinbarung.
Sprechen Sie uns einfach an, wir kommen zu einem Vorgespräch unverbindlich zu Ihnen nach Hause und finden eine Ihrem Bedarf entsprechende individuelle Lösung.


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Kontakt

 

 

Marlene Straub
Pflegedienstleiterin

 

GPR Ambulantes Pflegeteam
Sozialstation Mainz-Oppenheim

   

Rheinallee 66

55283 Nierstein

 

Telefon:  06133 5790920
Telefax:  06133 5790922

 

E-Mail: sozialstation-mz-opp
@GP-Ruesselsheim.de