Klinikumgebäude mit Parkansicht

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GPR

Geschichte des Hauses

Im Jahre 2006 konnte das GPR Klinikum sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Trotz dieses Alters ist das GPR Klinikum jung und frisch geblieben, da es seit seinem Bau stetige Verjüngungskuren in Form von weiterem Ausbau und Sanierungen erfahren hat. In der gebotenen Kürze wurde darüber bereits in der Rubrik „die bauliche Entwicklung des GPR Klinikum“ informiert. Nachfolgend wird die, natürlich insbesondere auch im baulichen Bereich geprägte Geschichte unseres GPR Klinikums inklusive einer interessanten Vorgeschichte dazu, für den interessierten Leser in einzelnen Abschnitten dargestellt.

 

Vom Stadtkrankenhaus zum Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim

Unsere Geschichte - unsere Identität

Auch wenn die Einweihung des Stadtkrankenhauses in der August- Bebel-Straße auf das Jahr 1956 zurückgeht, begann die Geschichte des Krankenhauswesens in unserer Stadt doch schon einige Jahrzehnte früher - eine Geschichte, die in ihren Anfängen eng mit dem Namen Opel verbunden ist …

 


Behelfskrankenhaus mit 100 Betten in den Räumen der Opel-Villa

 

Blick zurück

Bereits die Einrichtung eines Lazarettes für die Dauer des Ersten Weltkrieges - in einer ursprünglich als Kantine genutzten Holzbaracke - ging auf die Initiative der Firma Opel zurück. Und im Juni 1935 war es wiederum der Vorstand der Adam Opel AG, der nicht nur den Anstoß für den Bau eines „eigenen Krankenhauses für die Stadt Rüsselsheim“ gab, sondern einige Jahre später (1942) auch die finanzielle Basis für den Baubeginn schuf - dank einer Stiftung im Wert von 250.000 Reichsmark durch Wilhelm von Opel.

 

 

Weitere Gelder flossen, aber zunächst machten die Kriegsereignisse die Verfolgung dieses Vorhabens zunichte. So stand die Einrichtung eines Notkrankenhauses im Vordergrund, das allerdings der Zerstörung durch Luftminen zum Opfer fiel. Im Jahre 1944 wurde in einem zweiten Bunker, unter der Leitung des damaligen Werksarztes von Opel, eine OperationsabteiIung mit insgesamt 30 Betten in Betrieb genommen. Während der Einnahme Rüsselsheims durch die Amerikaner nach dem Kriegsende baute die Firma Opel ein Behelfskrankenhaus mit 100 Betten in den Räumen der Opel-Villa auf. Mit der Übernahme der Verwaltung durch die Stadt im September 1945 war formell das erste „Stadtkrankenhaus Rüsselsheim“ geboren.

 

 

Nachdem die Mainzer Krankenhäuser der hiesigen Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung standen - Mainz war der französischen, Rüsselsheim der amerikanischen Zone zugewiesen und zudem waren alle umliegenden Brücken zerstört worden - war eine Lücke in der Krankenversorgung entstanden. Darüber hinaus wuchs die Stadt Rüsselsheim mit großer Geschwindigkeit, so dass bereits Ende 1951 ein Architektenwettbewerb für die Planung eines Krankenhausneubaus ausgeschrieben wurde.

 

 

Einweihung

Im Frühjahr 1952 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Pläne für ein Rüsselsheimer Krankenhausgelände, und bereits im Oktober erfolgte der erste Spatenstich durch den Hessischen Innenminister. Nach gut dreijähriger Bauzeit konnte schließlich im Juni 1956 die Eröffnung des Stadtkrankenhauses mit damals 408 Planbetten gefeiert werden. Das vorherige, alte Stadtkrankenhaus schloss am 1. Juli 1956 seine Pforten.

Die furiose Entwicklung der Stadt und des Umlandes machte nach nur acht Jahren einen ersten Erweiterungsbau erforderlich - der 1964 in Betrieb genommene fünfgeschossige Anbau beherbergte eine eigenständige Infektionsstation sowie Erweiterungen der chirurgischen und der gynäkologischen Abteilungen. Zeitgleich waren ein Personalwohnhaus, die Schwesternschule, die gynäkologische Ambulanz, der Kreißsaal, die Wäscherei, das Kesselhaus, eine Pumpstation sowie einige kleinere Gebäude fertig gestellt worden.

 

 

 Dank dieser An- und Umbaumaßnahmen verfügte das Stadtkrankenhaus über nunmehr 488 Betten und einen Personalstamm von 343 Mitarbeitern. Zu diesem Zeitpunkt waren eine chirurgische, eine innere, eine gynäkologische, eine Kinder-, eine Hals-Nasen-Ohren-, eine Augen- und eine Röntgenabteilung sowie eine Bäderabteilung mit allem Zubehör, die dem neuesten Stand des Krankenhausbaus und der Krankenhauseinrichtung entsprachen, etabliert. 1968 konnte dem Stadtkrankenhaus die Chirurgische Ambulanz samt einem Verwaltungstrakt angegliedert werden.

 

 

Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die 70er-Jahre waren von einem kontinuierlichen Wachstum geprägt: Das begann 1972 mit der Erweiterung des Schülerinnenwohnheims, der 1974 die Einrichtung einer Intensivpflegestation inklusive einer internen Aufnahme folgte. Im gleichen Jahr kam es zum Anbau eines Zentrallabors und einer Zentralspüle, zur Inbetriebnahme einer Hämodialysestation und dem Bau einer Zentralheizungsanlage. Im Jahr 1975 wurde der Bau eines zweiten Personalhauses mit 48 Apartments seiner Bestimmung übergeben.

 

 

Schon bald stellten die Verantwortlichen fest, dass sämtliche Zentraleinrichtungen wie OP, Sterilisation, Labor, Behandlungsbau, Radiologie, Apotheke, Speisenverteilung, Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie die Cafeteria den gegebenen Umständen räumlich und funktionell nicht mehr entsprachen, beziehungsweise zum Teil in der ursprünglichen Planung nicht berücksichtigt worden waren. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Stadtkrankenhaus Rüsselsheim gemäß dem Landeskrankenhausplan über 609 Betten und war von der Leistungsstufe der Regelversorgung in die oberste Stufe der Zentralversorgung aufgerückt.

 

So nahm das Krankenhaus in den Jahren 1985 und 1986 neue Operationssäle, eine neue radiologische Abteilung sowie eine operative Intensivstation und im Anschluss daran eine Cafeteria samt einer Kantine, einer Zentralsterilisation und einer Bettenzentrale in Betrieb.

 

 

1990, mit Abschluss der zweiten Erweiterungsstufe, bezogen die Chirurgische Ambulanz, die Interne Aufnahme, die Hämodialyse und die Interne Intensivstation ihr heutiges Domizil. Als letzte der Maßnahmen in diesem überwiegend durch das Land geförderten Reigen von Neu- oder Umbaumaßnahmen ist die Umsiedelung der Krankenhausapotheke im Jahr 1994 zu nennen.

Unsere Stadt Rüsselsheim engagierte sich in den neunziger Jahren erneut finanziell bei einer Vielzahl von Baumaßnahmen an „ihrem Stadtkrankenhaus“. So konnten parallel zu der neuen Apotheke im Juni 1994 eine neue Liegendkrankenanfahrthalle und eine sanierte Station 1a (Geriatrie) ihren Betrieb aufnehmen.

 

Des Weiteren verbesserte im September desselben Jahres ein neues Parkdeck für die Bediensteten und die Anwohner des Krankenhauses die Parksituation deutlich. Zuvor erfolgte eine Teilsanierung des Personalhauses 1 und eine Sanierung der Wohnheime der Krankenpflegeschule. Der Bau des dritten Personalhauses Ende 1995 stellte eine weitere Verbesserung der Wohnraumsituation - und damit eine Maßnahme zur Sicherung der Personalbindung - dar.

 

Die nächste große, durch die Stadt finanzierte Aktion waren die Sanierung und der Umbau der so genannten Ebene 3, in der nunmehr die gesamten kardiologischen und gastroenterologischen Funktionsräume zentralisiert sind. Für all diese Baumaßnahmen investierte die Stadt rund 30 Millionen D-Mark.

 

Heute

Im Mai 1999 schloss das Krankenhaus nach mehrjähriger Bauzeit die erste Baustufe eines komplex angelegten Bettenhaus-Neubaus ab. 150 von damals 510 Betten befinden sich in diesem Neubau. Die Zimmer sind nach modernem Standard mit eigener Nasszelle inklusive Dusche und WC ausgestattet. Jeweils 30 Betten gruppieren sich in fünf Pflegestationen um einen Pflegestützpunkt. Im untersten Geschoss bezog die Abteilung für Physikalische Therapie großzügige Räumlichkeiten mit Bewegungsbad sowie diversen Gymnastik und weiteren Therapieräumen, die den Patienten deutlich verbesserte therapeutische Möglichkeiten bieten.

Bei diesem ersten Bauabschnitt waren nicht nur die Architekten gefragt, sondern auch die auf den praktischen Erfahrungen beruhenden Ideen des Pflegepersonals flossen in die konzeptionelle Gestaltung der Räumlichkeiten ein. Funktionalität und ansprechendes Ambiente gehen so Hand in Hand, und es ist zu spüren, wie viel Wert die Verantwortlichen darauf legten, dass die Patienten sich wohl fühlen.

 

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Das Bettenhaus B 

 

Unmittelbar nach der Fertigstellung des Bauabschnittes A begann bereits die Planung zum Bauabschnitt B des Bettenhaus-Neubaus, in dem neben 130 weiteren neuzeitlichen Betten zusätzliche Funktionsräume für diverse Fachabteilungen des Stadtkrankenhauses ein deutlich angenehmeres Behandlungsangebot ermöglichen.

 

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Die Personalwohnhäuser

 

Ende 2002 wurde an Stelle des alten, sanierungsbedürftigen Personalhauses 1 ein neues Personalhaus errichtet, das neben einigen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen insbesondere geräumige Ein-Zimmer-Apartments für Krankenpflegeschüler anbietet.

 

Seit Beginn des Jahres 2000 unterlag das Stadtkrankenhaus Rüsselsheim stetig baulichen Sanierungen und Veränderungen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und damit den Patienten der Stadt und der Region eine medizinische Versorgung nach neuestem Standard anzubieten. Hier sind exemplarisch zu nennen: Elektrosanierungen, Teilsanierungen der Stationen, Umbauten aller ehemaligen Sechs-Bett-Zimmer in Zwei-Bett-Zimmer, der kindgerechte Umbau innerhalb der Fachabteilung für Kinderund Jugendmedizin sowie der Umbau der Stationen 1a und 2a zur Geriatrischen Klinik.

 

GPR Klinikum Luftaufnahme vorn 

Das GPR Klinikum 2010

 

Das Stadtkrankenhaus Rüsselsheim - einst an der Peripherie der Stadt erbaut - ist inzwischen in deren baulichen Mittelpunkt gerückt und ein integrativer Bestandteil der Stadt und ihres Umlandes geworden. Mit der Einweihung des Bettenhauses B im Jahr 2004 feierte das Stadtkrankenhaus zugleich seine Umwandlung in eine gemeinnützige GmbH und nennt sich im Rahmen des GPR Gesundheits- und Pflegezentrums nunmehr GPR Klinikum.

 


© 2010 GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim gemeinnützige GmbH
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